Teamcheck 16/17


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Beitrag Mo 19. Sep 2016, 09:49

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Erfurt richtet es sich unten ein

Lübeck – So langsam, aber sicher rennt uns die Zeit davon. Nur noch sechs Tage sind es bis zum Start in der Eishockey Oberliga Nord. Wir sind nun bei der 10. Station unserer Tour angekommen und schauen bei den Black Dragons in Erfurt vorbei. Können sie sich verbessern?

Verein: EHC Erfurt
Gründung: 2006 (zwischen 2007 und 2010 als EHC Thüringen aktiv)
Erfolge: Vizemeisterschaft OL Ost 2014
Letzte Saison: Oberliga Nord Platz 13
Halle: Eissportzentrum Erfurt (1200 Plätze)

Abgelaufene Saison
Es war eine absolute Seuchensaison bei den Black Dragons. Es war eine Saison mit Auf und Ab, wobei das Ab die Hauptrolle spielte. Lange mussten auch die Drachen um den Klassenerhalt zittern, am Ende muten die neun Punkte Vorsprung auf FASS Berlin deutlicher an als sie es in Wirklichkeit waren. Aber –und das muss man den Erfurtern zu Gute halten – es war auch eine absolute Seuchensaison. Zahlreiche Leistungsträger fielen lange aus. Wichtige Spieler wie Sochan, Zurek oder Unzeitig (um nur drei zu nennen) konnten maximal die Hälfte der Partien absolvieren. Von daher muss man das Abschneiden der Drachen auch unter diesem Gesichtspunkt betrachten.

Goalies
Mit drei Torhütern starten die Black Dragons in die neue Saison. Neu dabei ist Erik Reukauf, welcher von den Icefighters Leipzig kam und dort als Back-Up richtig gute Leistungen erbrachte. Wird spannend zu sehen, ob er als nominelle Nummer eins seine Form der Vorsaison bestätigen kann. Martin Otte hatte in der letzten Saison die meisten Spiele für Erfurt absolviert und solide Leistungen abgeliefert. Er wird wohl als Nummer zwei ins Rennen gehen. Stephan Löffelholz hingegen bleibt wohl nur die Nummer drei im Kader. Es ist ein solides Torhütertrio mit vielen Fragezeichen. Kann Reukauf die Vorsaison auch dauerhaft, bei mehr Einsätzen bestätigen? Bekommt Otte nochmal einen Leistungsschub? Daher wird es bei drei Sternen bleiben.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Defensive
Die Defensive war auch im letzten Jahr der Schwachpunkt bei den Drachen. Nur fünf Teams kassierten mehr Gegentore. Das mag auch damit zusammen hängen, dass mit Robin Sochan und Artur Rößger zwei Stabilisatoren langfristig ausfielen. Beide sind wieder fit. Ansonsten vertraut Trainer Thomas Belitz weitestgehend der Verteidigung des Vorjahres mit Oliver Kämmerer, Hannes Ulitschka, Sebastian Hofmann und Benjamin Zech. Einziger externer Neuer ist Anton Barrein, welcher im letzten Jahr bei den Hannover Scorpions nicht unbedingt überzeugen konnte. So bleibt die Frage, ob die Erfurter Abwehr wirklich sattelfest ist. So wirklich glauben kann man es, angesichts des kaum veränderten Personals, nicht.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Offensive
Der Sturm war zwar nicht das Sorgenkind der Erfurter, Angst und Schrecken hat sie dennoch nicht verbreitet. Das lag natürlich auch an den Verletzungen. Doch zwei Spieler, die im Laufe der Saison nach Thüringen kamen, stechen dabei heraus. Der Eine ist der Slowake Michal Vazan, welcher mit 24 Punkten in zehn Spielen überzeugen konnte. Der andere ist Mathias Vostarek, der in 13 Spielen für die Drachen 20 Punkte auflegte. Zusammen mit altbekannten Spielern wie Christian Grosch, Felix Schümann, Jan Zurek oder Enrico Manske sollen sie für Gefahr sorgen. Ob das klappt? Es darf zumindest bezweifelt werden, aber immerhin bekommen die Drachen wieder zwei starke Reihen auf das Eis. Verletzungen sind dort aber tabu.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Der Trainer
Thomas Belitz ist wieder an der Bande zurück. Er übernahm im Februar von Vavrecka und rettete die Black Dragons mit vier Siegen in neun Spielen vor dem Abstieg. Mit seiner Erfahrung soll er seine Mannschaft wieder in ruhigere Gewässer führen. Ob das klappt? Wie gesagt, der Erfolg gibt ihm Recht und dass er mit seiner Mannschaft keine großen Brötchen backen wird, sollte bekannt sein. Aber er hat schon bewiesen, dass er auch mit wenig erfolgreich arbeiten kann – zumal er Erfurt und die Black Dragons kennt wie seine Westentasche.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Zusammenfassung: 11 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Im Vorjahr tippten wir die Black Dragons irgendwo zwischen 10 und 13, in diesem Jahr wird es im Normalfall kaum anders aussehen. Der Kader hat die große Qualität anderer Mannschaften, verfügt über ein paar Fragezeichen und ist zudem recht knapp besetzt. Den Ausfall eines Stammakteurs werden die Erfurter nur schwer verkraften können. Aber sie sind in der Lage auch die „Großen“ der Liga zu ärgern und könnten bei optimalem Verlauf der Saison ein Wort um die Pre-Playoffs mitreden. Wirklich verbessern werden sich die Erfurter nicht, sondern richten sich in der zweiten Tabellenhälfte ein.

Neuzugänge
Name alter Verein
Erik Reukauf Icefighters Leipzig
Anton Barrein Hannover Scorpions

Abgänge
Name Neuer Verein
Maximilian Gimbel Unbekannt
Andreas Nickel Karriereende
Josef Huber Unbekannt
Richard Belitz Unbekannt
Maximilian Dimitrovici Unbekannt
Arne Schaufuß Unbekannt

Testspiele
Gegner Ergebnis
Hammer Eisbären 8:4
Hammer Eisbären 8:3
EV Pegnitz 12:4
EHV Schönheide 3:5
EHV Schönheide 18.9., 17 Uhr

Alle Vorschauen auf einen Blick und das getippte Ranking
1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
3. Herner EV 17 Punkte
4. Hannover Indians 16 Punkte
5. Moskitos Essen 15 Punkte
6. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
7. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
7. Harzer Falken 12 Punkte
9. Rostock Piranhas 11 Punkte
9. Black Dragons Erfurt 11 Punkte

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Beitrag Mo 19. Sep 2016, 18:55

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Scorpions-Blick geht nach unten

Lübeck – Die Zeit, wir rennen und es geht weiter mit unserem Parforce-Ritt durch die Oberliga Nord. Wir machen halt bei den nächsten Kufenflitzern, sind zu Gast in Langenhagen bei den Hannover Scorpions. Da hat sich im Sommer einiges getan, ob zum Positiven oder Negativen, wird sich zeigen.

Verein: Hannover Scorpions
Gründung: 1996
Erfolge: Deutscher Meister 2010, Oberliga Nord-Meister 2014, 2015
Letzte Saison: Oberliga Nord Platz sieben, OLN-Playoffs 1. Runde
Halle: Eishalle Langenhagen (1450 Plätze)

Abgelaufene Saison
Rang sieben – das klingt nicht nach viel, wenn man bedenkt, welchen Kader die Scorpions im letzten Jahr besaßen. Doch wenn man sich genauer anschaut, wie die Saison lief, dann war das gar nicht so verkehrt. Lange ging es für die Scorpions auch um eine absolute Top-Platzierung, am Ende gaben aber drei Faktoren den Ausschlag, dass es nur der siebte Platz wurde. Zum wäre eine eklatante Auswärtsschwäche zu nennen, dann holten die Langenhagener vergleichsweise wenig Big Points und Gerüchte über ein Aus bzw. finanzielle Schwierigkeiten dürften auch am Nervenkostüm der Mannschaft gezerrt haben. Insofern war wohl der siebte Platz das höchste der Gefühle. Nun also die neue Saison, von finanziellen Schwierigkeiten redet aktuell Gott sei Dank keiner mehr.

Goalies
Hertel, Korff, Ersel, Proske weg: was da an Qualität und Talent bei den Scorpions geht, ist schon sagenhaft. Nun kommt soll es mit dem Freiburger Christoph Mathis ein erfahrener Goalie richten. Dass er genug Qualität hat, bewies er in der DEL2 und auch in der Vorbereitung. Ihm zur Seite steht mit Josef Lala ein junger Förderlizenzspieler. Auch er hat Talent und soll langsam heran geführt werden. Eigengewächs Fabian Gensicke dürfte vor diesem Hintergrund erneut kaum ins Gewicht fallen. Mathis ist über jeden Zweifel erhaben, aber man darf gespannt sein, wie schnell Lala seine Qualität auf das Eis bringt. Noch verfügen die Scorpions bei weitem nicht über die Torhüterqualität der letzten Jahre.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Defensive
Wie schon im Vorjahr wird die Defensive auch im neuen Jahr umgebaut. Die Förderlizenzspieler sind weg, Hemmes, Richardt und andere sind ebenfalls nicht mehr da. Geblieben sind mit dem DEL-erfahrenen Robin Thomson, mit Florian Spelleken und Youngster Jannik Weist drei solide Verteidiger. Komplettiert wird der Kader nun mit Rückkehrer Justin Spenke, dem Ex-Timmendorfer Vojtech Suchomer und dem talentierten Dennis Wengrzik, der zuletzt vor allem beim EHC Neuwied einen guten Eindruck hinterließ. Die große Qualität ist nicht mehr da. Ein gutes und ein passables Verteidigungspärchen reichen auf dem Niveau nicht aus, zumal aktuell nicht klar ist, was bei einer Verletzung passiert. Denn dann wird der Kader in der Defensive ganz schön dünn.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Offensive
Bacek weg, Morczinietz weg, Hungerecker weg – die drei Topscorer der abgelaufenen Spielzeit laufen nicht mehr für die Scorpions auf. Nun müssen vor allem Daniel Lupzig, der im letzten Jahr lange verletzte Christoph Koziol und Routinier Sachar Blank in die Bresche springen. Aber noch kristallisiert sich niemand heraus, der vor allem Baceks 90 Punkte halbwegs ersetzen kann. Vielleicht ist es ja der Slowake Tomas Mery, welcher in der letzten Spielzeit nur teilweise sein Potential andeutete. Oder Tim Dreschmann, geholt aus Rostock, macht den nächsten Schritt. Überhaupt ist das ein Trend in Langenhagen: mit Schadulek, Dreschmann und Reichert holt man drei junge, talentierte Leute. Aber ob sie die große Rolle spielen werden, was das Scoring angeht, darf zumindest bezweifelt werden. Vielleicht haben die Verantwortlichen um Tomas Martinec und Andrei Strakhov ja ein gutes Händchen, was den zweiten Konti angeht. Aktuell befinden sich mit Travis Fulton und Jakub Sramek zwei Spieler im Tryout. Insgesamt konnte man aber die Qualität der letzten nicht einmal adäquat ersetzen. Klar können Spieler wie Goller, Dreschmann oder Jones den nächsten Schritt machen, aber viel wird davon abhängen, wie Koziol, Lupzig und Blank spielen werden. Denn dahinter ist die Torgefahr (noch) nicht ganz so gegeben.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Der Trainer
Nach drei Jahren Lenny Soccio ist nun ein neuer Mann am Werk. Tomas Martinec ist gekommen und soll die Entwicklung der neuen Scorpions vorantreiben. Doch der 40-Jährige Ex-Nationalspieler verfügt noch über keine große Erfahrung im Seniorenbereich. Bei seiner bisher einzigen Station in Duisburg stolperte Martinec über die „Inlinehockey-Affäre“. Aber er bringt einige Erfahrung aus dem Jugendbereich mit und könnte so für die jungen Spieler von Vorteil sein. Es ist aber ein großes Risiko, was Langenhagen da eingeht.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Zusammenfassung: 10 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Im letzten Jahr gab es das große Hoppla, als man den Scorpions einen großen Sprung zutraute. Diesmal gibt es das große Hoppla, was die Qualität angeht. Die ist einfach –wenn es um die Playoff-Ränge geht- einfach nicht groß genug. Für die Hannover Scorpions wird es daher vom ersten bis zum letzten Spieltag in die zweite Tabellenhälfte gehen und mit Sicherheit auch gegen den Abstieg. Wenn nicht noch etwas passiert, dann gehört das Team von Tomas Martinec zu den Mannschaften, die den Blick nach unten richten müssen.

Neuzugänge
Name alter Verein
Christoph Mathis EHC Freiburg
Joseph Lala Fischtown Pinguins (Förderlizenz)
Dennis Wengrzik Jungadler Mannheim
Vojtech Suchomer Rostock Piranhas
Justin Spenke Wedemark Scorpions
Christopher del Castillo Wedemark Scorpions
Sebastian Steller Celler Oilers
Tim Dreschmann Rostock Piranhas
Maximilian Schadulek Fischtown Pinguins
Daniel Reichert Düsseldorfer EG U19

Abgänge
Name Neuer Verein
Jannis Ersel Ende Förderlizenz
Jimmy Hertel Ravensburg Towerstars
Dennis Korff Wedemark Scorpions
Florian Proske Ende Förderlizenz
Anton Barrein Black Dragons Erfurt
Maximilian Deichstetter ECC Preussen Berlin
Jan Hemmes Ziel Unbekannt
Yannick Mund Schwenninger Wild Wings
Frank Richardt Adendorfer EC
Dorian Saeftel Ende Förderlizenz
Eric Stephan Ende Förderlizenz
Igor Bacek Saale Bulls Halle
Alex Carpenter Ziel Unbekannt
Phil Hungerecker Kassel Huskies
Jeffrey Keller Wedemark Scorpions
Maurice Keller Ziel Unbekannt
Andreas Morczinietz Wedemark Scorpions

Alle Vorschauen auf einen Blick und das getippte Ranking
1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
3. Herner EV 17 Punkte
4. Hannover Indians 16 Punkte
5. Moskitos Essen 15 Punkte
6. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
7. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
7. Harzer Falken 12 Punkte
9. Rostock Piranhas 11 Punkte
9. Black Dragons Erfurt 11 Punkte
11. Hannover Scorpions 10 Punkte

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Beitrag Di 20. Sep 2016, 11:08

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Der große Favorit aufs Schlusslicht?


Lübeck – Die Zeit rennt, am Freitag geht es los mit der Eishockey Oberliga Nord. Um noch alle Teams unter die Lupe zu nehmen, legen wir heute ein „Doppelspieltag“ ein. Und unsere Reise zum ersten Teil des Tages führt uns in den Berliner Wedding, wo die eigentliche abgestiegenen Akademiker von FASS Berlin zu Hause sind. Was vermag der Nachrücker in dieser Saison zu leisten?

Verein: Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof Berlin
Gründung: 1962
Erfolge: keine
Letzte Saison: Oberliga Nord Rang 15, Abstiegsrunde Platz 4
Halle: Erika-Heß-Eisstadion (2800 Plätze)

Abgelaufene Saison
22 Spiele dauerte es in der letzten Saison, bis FASS erstmals drei Punkte mitnehmen durfte. Danach lief es mehr schlecht als recht, doch insgesamt hatte sich das junge Team der Akademiker in der zweiten Saisonhälfte deutlich besser gefunden. Am Ende stand noch Rang 15 zu Buche, die Abstiegsrunde war aber unumgänglich. Dort lief aber wieder nichts zusammen, lediglich drei Punkte standen am Ende zu Buche – der sportliche Abstieg in die Regionalliga war besiegelt. Doch nach der Insolvenz des EHC Neuwied und dem Verzicht des Hamburger SV, als Nachrücker in der Oberliga zu bleiben, griffen die Berliner zu und spielen also auch in der neuen Saison in der dritten Liga. Aber reichte die Vorbereitungszeit?

Goalies
Mit einem vertrauten Torhüter-Trio gehen die Akademiker in die neue Saison. Ole Swolensky bleibt die Nummer eins, ihm zur Seite steht der junge Förderlizenzler Philipp Lücke. Nummer drei im Bunde ist auch in diesem Jahr mit Mareike Krause die einzige Frau in der Oberliga Nord. Der große Rückhalt war Swolensky allerdings nicht unbedingt, zu viele Gegentore musste er fressen. Lücke und Krause bekamen in der vergangenen Saison praktisch keine Spielzeit. Von daher dürfte die drei das schwächste Goalie-Trio der Liga darstellen.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Defensive
237 Gegentore kassierten die Akademiker in der letzten Saison. Nicht der schlechteste Wert der Liga, aber eine sattelfeste Abwehr sieht natürlich auch anders aus. Es gehen mit Aron Wagner und Ole Oleff zwei hoffnungsvolle Talente, auch Routinier Patrick Neugebauer steht nicht mehr im Kader. Kapitän Nils Watzke muss daher wieder einen neuen Kindergarten führen, zumal der Tscheche Dominik Müller erst einmal ausfällt. Nico Ehmann bringt etwas Erfahrung aus Hamburg mit, Maximilian Adam und Lucas Topfstedt könnten einen Schritt nach vorne machen. Wirklich überzeugend ist die Defensive der Berliner auch in diesem Jahr aber nicht.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Offensive
In der Offensive muss FASS schmerzhafte Abgänge verkraften. So geht mit Julian van Lijden der zweitbeste Scorer der Akademiker, ebenso wie die hoffnungsvollen Talente Volynec, Ludwig und Spitzner. Allerdings konnte man auch auf dem Transfermarkt zuschlagen, denn mit dem Slowaken Oliver Duris kommt ein durchaus starker Konti-Stürmer in den Wedding. Mit Tom Fiedler kehrt ein erfahrener Spieler zurück nach Berlin, dazu kommen die Routiniers Patrick Czajka und Fabio Patrzek. Ansonsten dominiert auch in der Offensive das Motto „Jugend forscht“. Doch mit dem jungen Schweden Felix Karlsson, Dimitri Butasch, Can Matthäs und anderen muss den Akademikern nicht bange sein. Aber den ganz großen Sprung macht FASS dennoch nicht, auch wenn die Offensive besser zu bewerten ist als im Vorjahr.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Der Trainer
Czeslaw „Jesse“ Panek weilt leider nicht mehr unter uns, ganz Eishockey-Deutschland trägt Trauer. Und sein Nachfolger Oliver Miethke trat schon zum Saisonende sein Erbe an. Die Statistik ließt sich nicht perfekt, aber mit der Mannschaft war im Endeffekt nicht viel zu erwarten. Man darf also gespannt sein, was der 45-Jährige aus seiner Mannschaft herausholen kann. Da bei der Zusammenstellung war scheinlich keine großen Sprünge möglich waren, hat er zumindest bei der Kaderzusammenstellung fast das Maximum rausgeholt.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Zusammenfassung: 8 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Die Akademiker haben einen Vorteil: sie können ganz ohne Druck in die neue Saison gehen. Denn eigentlich braucht man von diesem Kader nichts erwarten. Wenn alles normal läuft, dann sollte FASS Berlin klar am Tabellenende landen. Aber gut, was läuft in einer Saison schon normal? Dennoch: die Akademiker werden ab und an Nadelstiche setzen können, mehr aber auch nicht. So sind die Abstiegskandidat Nummer eins.

Neuzugänge
Name alter Verein
Nico Ehmann Hamburger SV
Dominik Müller Motala AIF
Dimitry Butasch EHC Neuwied
Oliver Duris Hannover Indians
Tom Fiedler Heilbronner Falken
Pierre Gläser ECC Preussen Berlin
Vincent Hessler Eisbären Juniors (FöLi)
Philip Golz EC Bad Kissingen
Charlie Jahnke Eisbären Juniors (FöLi)

Abgänge
Name Neuer Verein
Damon Bonness Unbekannt
Alexander Erl FASS Berlin 1b
Patrick Neugebauer Unbekannt
Ole Oleff Ende Förderlizenz
Lars Schiller Ende Förderlizenz
Aron Wagner Ende Förderlizenz
Yannick D'Arino FASS Berlin 1b
Julian van Lijden ECC Preussen Berlin
Justin Ludwig ECC Preussen Berlin
Christopher Scholz Unbekannt
Pavel Sedlacek Unbekannt
Lois Spitzner Ende Förderlizenz
Daniel Volynec Ende Förderlizenz
Ryan Warttig Ende Förderlizenz

Testspiele
Gegner Datum
ECC Preussen Berlin 1:5
ECC Preussen Berlin 1:5
Chemnitz Crashers 3:1
Eisbären Berlin 1:11
Chemnitz Crashers 5:3
Rostock Piranhas 6:3

Alle Vorschauen auf einen Blick und das getippte Ranking
1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
3. Herner EV 17 Punkte
4. Hannover Indians 16 Punkte
5. Moskitos Essen 15 Punkte
6. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
7. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
7. Harzer Falken 12 Punkte
9. Rostock Piranhas 11 Punkte
9. Black Dragons Erfurt 11 Punkte
11. Hannover Scorpions 10 Punkte
12. FASS Berlin 8 Punkte

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Beitrag Mi 21. Sep 2016, 09:43

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Kann Tilburg den Titel verteidigen?


Lübeck – Nur noch zwei Tage, dann fliegt der Puck in der Eishockey Oberliga Nord wieder über das Eis. Wir machen mit unserer Reise durch die Liga weiter und müssen am zweiten „Doppelspieltag“ die Landesgrenze überschreiten. Wir sind zu Gast in den Niederlanden beim amtierenden Oberliga-Meister, den Tilburg Trappers. Können die Fallensteller ihren Titel verteidigen?

Verein: Tilburg Trappers
Gründung: 1938
Erfolge: 15x niederländischer Meister, 14x niederländischer Pokalsieger
Letzte Saison: Oberliga Nord Platz zwei, Meister Oberliga-Playoffs
Halle: Ijssportcentrum Tilburg (2500 Plätze)

Abgelaufene Saison
Sie waren die große Unbekannte vor der letzten Saison, nun kennt sie in Eishockey-Deutschland jeder. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten zeigten die Tilburg Trappers, was sie können, wurden am Ende Vorrundezweiter der Oberliga Nord und spazierten im Anschluss schon fast durch die Playoffs. Der verdiente Lohn war die Meisterschaft und zwischenzeitlich, zumindest mündlich die Option, doch noch in die DEL2 aufzusteigen. Letztlich bleiben die Fallensteller der Oberliga aber erhalten und wagen im neuen Jahr einen neuen Versuch in Richtung Titel.

Goalies
Nichts Neues im Tor der Trappers. Auch in dieser Saison vertraut Trainer Subr dem Trio der abgelaufenen Saison. Egal ob Martijn Oosterwijk oder Ian Meierdres, beide zeigten gute bis sehr gute Leistungen hinter der besten Abwehr der Liga. Auch der junge Ruud Leeuwesteijn spielte bei seinen kurzen Einsätzen gut, wird aber auch in dieser Saison wohl kaum an den beiden Nationaltorhütern vorbei kommen. Im Normalfall haben die Trappers eines der besten Duos der Liga zwischen den Pfosten.

HLS-Bewertung: fünf Sterne

Defensive
Eine eingespielte Defensive – anders kann man das wohl nicht nennen, was die Trappers zur Verfügung haben. Die Meister-Verteidigung bleibt zusammen und wird noch verstärkt. Und dass die Spieler nicht nur verteidigen könnten, zeigten beispielsweise Björn Willemse und Jordy van Oorschot, welche für rund 30 Punkte verantwortlich waren. Aber auch der Rest zeigte eine gute Defensive und -interessanterweise- kassierten die Verteidiger im Vergleich zu den stürmenden Teamkollegen recht wenige Strafzeiten. Verstärkt wird die Defensive noch durch Alexei Loginov, der aus der russischen VHL nach Brabant zurückkehrt. Wenn er seinen niederländischen Pass hat, dann steht Subr noch eine interessante Alternative zur Verfügung.

HLS-Bewertung: fünf Sterne

Offensive
Auch in der Offensive waren die Trappers neben Duisburg das Maß der Dinge. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Spitzenteams verteilte sich die Scoring-Last auf viele Schultern. So war Ivy vn den Heuvel bester Punktesammler der Fallensteller, ein Wert, welcher ligaweit „nur“ zu Platz 24 langte. Dafür erzielten gleich sieben Spieler 40 und mehr Zähler. Auch hier kann das Tilburger Trainerteam auf eingespielte Reihen vertrauen. Lediglich die beiden Kontingentspieler Kyle Just und Kyle DeCoste haben Brabant verlassen, dazu hat Maarten Brekelmans seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt. Neu im Team sind die Kanadier Bobby Chaumont und Justin Larson. Chaumont bringt viel Erfahrung mit und die Empfehlung von fast 60 Punkten aus England. Larson kommt frisch vom College, konnte sich aber auch dort als Scorer auszeichnen. Zusammen mit den restlichen Offensivakteuren wie Hagemeijer oder Bastings werden die Trappers wieder eine schlagkräftige Offensive auf dem Eis haben.

HLS-Bewertung: fünf Sterne

Der Trainer
Ein Risiko auf dem Weg in die Oberliga Nord? Nein, das war Bohuslav Subr nicht. Der Erfolg gibt dem jungen Trainer aus Tilburg recht, denn wer kann von sich schon behaupten, mit Mitte 30 bei der ersten Station gleich einen Titel einzufahren. Die Spielweise war zwar nicht immer hochattraktiv, aber auch hier rechtfertigt der Erfolg zumindest in Teilen die Mittel.

HLS-Bewertung: drei Stern

Zusammenfassung: 18 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Wenn du Meister bist und den Kader weitestgehend zusammenhälst, dann bist du auch automatisch eine Kandidat auf den Titel in der neuen Saison. Und das gilt nun auch für die Tilburg Trappers, deren teils überharte Spielweise nicht immer gut an kam. Aber man will ja Titel gewinnen und keine Schönheitspreise – und Titel holen kann das Team auf jeden Fall.

Neuzugänge
Name alter Verein
Jonne de Bonth eigene Jugend
Alexei Loginov Zauralie Kurgan
Bobby Chaumont Dundee Stars
Justin Larson York University

Abgänge
Name Neuer Verein
Maarten Brekelmans Karriereende
Kyle Just Szekesfehervar II

Testspiele
Gegner Ergebnis/Anstoß
Coventry Blaze 2:3
Cardiff Devils 0:5
Füchse Duisburg 2:3
Herner EV 5:1
Füchse Duisburg 1:4

1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Tilburg Trappers 18 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
4. Herner EV 17 Punkte
5. Hannover Indians 16 Punkte
6. Moskitos Essen 15 Punkte
7. Wedemark Scorpions 14 Punkte
8. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
9. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
9. Harzer Falken 12 Punkte
11. Rostock Piranhas 11 Punkte
11. Black Dragons Erfurt 11 Punkte
13. Hannover Scorpions 10 Punkte
14. FASS Berlin 8 Punkte

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Beitrag Do 22. Sep 2016, 09:26

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Wundertüte Icefighters


Lübeck – Die Fans scharren mit den Hufen, die Profis mit den Kufen. In zwei Tagen geht sie los, die neue Saison in der Eishockey-Oberliga Nord. Und wir haben noch zwei Teams unter die Lupe zu nehmen. Doch bevor es morgen in die Heimat geht, machen wir uns auf die letzte Reise der Saison. Wir sind zu Gast in Leipzig bzw. nach Taucha, wo die heimischen Icefighters einen unruhigen Sommer hinter sich haben. Hat das Spuren hinterlassen?

Verein: Icefighters Leipzig
Gründung: 2010
Erfolge: Meister Oberliga Ost 2014, 2015
Letzte Saison: Oberliga Nord Platz acht, Playoffs Viertelfinale
Halle: Eisarena Taucha (2500 Plätze)

Abgelaufene Saison
Nach der Dominanz in der Oberliga Ost galten die Icefighters im letzten Jahr durchaus als Kandidat auf eine Top-Platzierung. Doch verschiedene Faktoren (überraschende Wechsel, ab und an ein negativer Lauf) verhinderten dies. Die Playoffs wurden dennoch erreicht, wenn auch „nur“ auf Rang acht. In den Playoffs zeigten die Icefighters aber, was sie können, schalteten überraschend Duisburg aus und mussten sich in den Aufstiegsplayoffs Südmeister Regensburg geschlagen geben. Sportlich war es also am Ende doch erfolgreich, doch im Sommer drohte ungemach, denn das Zelt stand vor dem Aus. Doch letztlich wurde die Eisarena in Taucha gerettet und es kann mit neuem Elan voran gehen.

Goalies
Neue Goalies braucht das Land – in diesem Fall Leipzig. Sebastian Staudt und Erik Reukauf sind nicht mehr da, dafür bedienten sich die Icefighters in Timmendorf. Kevin Beech wechselt vom Strand nach Sachsen und soll der Defensive Stabilität verleihen. Dass der Kanadier mit deutschem Pass dies auf jeden Fall drauf hat, ist unbestritten. Ihm zur Seite stehen mit dem 19-jährigen Deutsch-Tschechen Patrik Cerveny und Förderlizenzspieler Paul Thiede zwei blutjunge Torleute. Während Thiede größtenteils in Chemnitz an den Start gehen wird, wird der nahezu unbekannte Cerveny die Nummer zwei. Viel Risiko, es bleibt abzuwarten, ob Beech nicht zu viele Spiele absolvieren muss.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Defensive
In der regulären Saison war die Defensive in Leipzig nicht unbedingt sattelfest, was mit Sicherheit auch mit dem Abgang von Kai Schmitz während der Spielzeit zu tun hat. Nun erfolgt ein Radikalumbau in der Defensive; fünf, teils sehr erfahrene Spieler gingen. Übrig geblieben sind Oldie Esbjörn Hofverberg, Damian Martin (als Allrounder) und mit Erek Virch ein Förderlizenzler aus Chemnitz. Dafür bediente man sich gleich dreimal in Essen, holte mit Patrick Raaf-Effertz und Leonhard Zink zwei recht erfahrene, aber immer noch junge Leute. Dazu kommen mit dem Ex-Young Freezer Stephan Tramm und Jakob Weber zwei richtig junge Leute. Die Abwehr ist durchaus talentiert, aber ob sie höchsten Ansprüchen genügt? Schwierig zu sagen; Fakt ist aber, dass sie personell recht dünn besetzt ist. Ausfälle darf man sich fast nicht erlauben.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Offensive
Das ist schon unfassbar, was in Leipzig an Qualität im Angriff geht. Über allem schwebte bekanntlich Brad Snetsinger, aber auch mit Jake Johnson, Jari Neugebauer und Denis Fominych haben nicht unbedingt die schlechtesten Spieler Taucha verlassen. Neue Hoffnungsträger sind Rückkehrer Edward Gale und der US-Boy Nick Lazorko. Wirbelwind Gale zeigte zuletzt in Nottingham, was er noch so kann und könnte im Verbund mit dem Lazorko der erhoffte Snetsinger-Ersatz sein. Ansonsten setzt man bei den Neuzugängen auf junge Spieler, wie Kevin Piehler, Dimitri Komnik, Nico Kolb und Maurice Keil. Macht aber nichts, denn auch die verbliebenen Akteure der Icefighters-Offense bürgen für Qualität. Florian Eichelkraut, Marvin Miethke und vor allem Hannes Albrecht genügen höheren Oberliga-Ansprüchen. Und bei Hubert Berger sowie Patrick Fischer ist trotz guten Saisons noch Steigerungspotential nach oben. Ob Ian Farrell einen Vertrag bekommt, stand noch nicht fest. Alles in allem haben die Leipziger wieder eine gute bis sehr gute Offensive. Aber wie der gesamte Kader ist es quantitativ etwas wenig, das könnte bei Verletzungen durchaus zu Problemen führen.

HLS-Bewertung: Vier Sterne

Der Trainer
Sven Gerike hat in seine ersten Saison als Profi-Trainer sicherlich nicht alles, aber das Meiste richtig gemacht. Und dass seine Mannschaft trotz des sehr schmerzhaften Abgangs von Schmitz was konnte, hat sie in der gesamten Saison bewiesen und am Ende starke Playoffs gespielt. Nun geht der junge Coach in seine zweite Saison und hat mit etwas schwierigeren Umständen zu kämpfen als im letzten Jahr. Wobei: die vielen Verletzungen im letzten Jahr waren ja schon schwierig genug, so dass Gerike sicherlich mit seinem Team was reißen kann.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Zusammenfassung: 12 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Das Icefighters-Team der Saison 2016/17 hat nicht ganz die Qualität der Vorsaison. Ob es an der Unsicherheit mit der Halle und der damit verbundenen Planungsunklarheit liegt oder ob man in Taucha einfach nur den Gürtel enger schnallt, darüber lässt sich aus der Ferne nur mutmaßen. Genauso lässt sich nur mutmaßen, wohin die Reise wohl geht. An guten Tagen und wenn der Kader komplett ist, dann kann Leipzig fast jedes Team schlagen. Wenn aber Spieler fehlen und die Tage mal nicht so gut sind, dann können sie auch gegen jede Truppe verlieren. Von daher sind die Icefighters eine echte Wundertüte. Von direkter Playoff-Qualifikation bis Abstiegsrunde scheint alles drin zu sein.

Neuzugänge
Name alter Verein
Kevin Beech EHC Timmendorfer Strand
Patrik Cerveny HC Pardubice
Patrick Raaf-Effertz Moskitos Essen
Stephan Tramm Hamburger SV
Jakob Weber Moskitos Essen
Leonhard Zink Moskitos Essen
Edward Gale Nottingham Panthers
Maurice Keil Rote Teufel Bad Nauheim
Nico Kolb Rote Teufel Bad Nauheim
Dimitri Komnik EV Regensburg
Nick Lazorko Fayetteville Fireantz
Kevin Piehler EHV Schönheide

Abgänge
Name Neuer Verein
Sebastian Staudt Moskitos Essen
Erik Reukauf Black Dragons Erfurt
Philip Adler Unbekannt
Dennis Dörner Rostock Piranhas
Felix Stokowski EHC Zweibrücken
Armin Trautmann Unbekannt
Florian Ullmann Rostock Piranhas
Sören Breiter Unbekannt
Denis Fominych Saale Bulls Halle
Jake Johnson Unbekannt
Svatopluk Merka Unbekannt
Jari Neugebauer Füchse Duisburg
Michal Psurny Unbekannt
Brad Snetsinger Herner EV

Testspiele
Gegner Ergebnisse
Lausitzer Füchse 0:3
EHV Schönheide 1:2
Chemnitz Crashers 4:2
Chemnitz Crashers 6:2
VER Selb 4:3

Alle Vorschauen und das getippte Ranking
1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Tilburg Trappers 18 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
4. Herner EV 17 Punkte
5. Hannover Indians 16 Punkte
6. Moskitos Essen 15 Punkte
7. Wedemark Scorpions 14 Punkte
8. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
9. Icefighters Leipzig 12 Punkte
9. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
9. Harzer Falken 12 Punkte
12. Rostock Piranhas 11 Punkte
12. Black Dragons Erfurt 11 Punkte
14. Hannover Scorpions 10 Punkte
15. FASS Berlin 8 Punkte

Beiträge: 69

Registriert: Sa 1. Aug 2015, 07:29

Beitrag Fr 23. Sep 2016, 07:17

Re: Teamcheck 16/17

Teameinschätzung von Hockeyweb:
ECC Preussen Berlin (Vorjahr: 17. Oberliga Nord; in der Relegation gerettet)

Im vergangenen Jahr sicherten sich die Preussen, die nur zu gerne an die Glanzzeiten anknüpfen würden, als der „Vorname“ noch BSC lautete, den Klassenerhalt erst in der Relegation. Das soll nun souveräner gelingen. Dafür lotsten die Berliner Hannovers Eishockeylegende Lenny Soccio als Trainer an den Glockenturm. Die Kontingentstellen besetzen der Niederländer Julian van Lijden (zuletzt FASS) und der Schwede Michael Raynee (aus der dortigen dritten Spielklasse). Zudem kam der Deutsch-Amerikaner Josh Rabbani aus Neuwied; Veit Holzmann, Sohn des Preussen-Dauerbrenners Georg Holzmann, spielte bislang in Weiden. Preussen wurde stärker – der Rest der Liga aber eben auch.

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Beitrag Fr 23. Sep 2016, 10:11

Re: Teamcheck 16/17

OLN-Vorschau: Beach Boys können überraschen

Lübeck – In exakt 29 Stunden ist es soweit, dann beginnen die ersten Spiele der neuen Saison in der Eishockey Oberliga Nord. Dann geht es auch für den EHC Timmendorfer Strand mit einem Heimspiel los, dann erwartet man die Hannover Scorpions. Die Euphorie ist durchaus vorhanden, aber was kann man von den Beach Boys erwarten?

Verein: EHC Timmendorfer Strand 06
Gründung: 2006
Erfolge: Meisterschaft Oberliga Nord 2013
Letzte Saison: Oberliga Nord Rang sieben, Nord-Playoffs Viertelfinale
Halle: Eissport- und Tenniszentrum Timmendorfer Strand (1900 Plätze)

Abgelaufene Saison
Angesichts der Voraussetzungen mit spätem und wirklich schlechtem eigenen Eis haben die Beach Boys fast das Optimum heraus geholt. Aber nur fast, denn oft waren die Leistungen einfach nur schlecht, so dass eine deutlich bessere Platzierung recht leichtfertig verspielt wurde. Natürlich hatten die Timmendorfer mit vielen Verletzungen zu kämpfen, aber das kann und darf keine Ausrede für eine handvoll Spiele sein, in denen nicht ein Feldspieler sein Leistungsvermögen abrief. Aber es ging ja am Ende noch einmal gut, die Beach Boys retteten sich am vorletzten Spieltag endgültig und dürfen ein weiteres Jahr Oberliga-Eishockey genießen. Im Sommer hat man viel anders, viel neu gemacht, aber reicht das, damit alles gut wird?

Goalies
Mit Jordi Buchholz und Kevin Beech hatte man in der letzten Saison ein überragendes Goalie-Duo zur Verfügung. Das nicht beide Spieler zu halten waren, ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten in Timmendorf keine Überraschung. Mit Buchholz hat man aber eine hervorragende Nummer eins, der nicht nur auf dem Eis mit starken Leistungen überzeugte, sondern auch einer der Publikumslieblinge ist. Ihm steht als neue Nummer zwei ein blutjunger Spieler bei. Doch Leon Hungerecker, welcher im letzten Jahr in der DNL spielte, ist ein großes Talent und konnte dies in der Vorbereitung bereits zeigen. Man darf gespannt sein, wie er sich dauerhaft schlägt. Als Nummer drei sollte Fabio Alonso an die erste Mannschaft heran geführt werden.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Defensive
Einen Umbruch gibt es in der Defensive. Mit Leader Marcus Klupp geht DER Timmendorfer Spieler der letzten 15 Jahre in seine verdiente Eishockeyrente. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht so schnell zu schließen sein wird. Dazu gehören auch die Routiniers Christian Herrmann und Robert Busche nicht mehr der Mannschaft an, ebenso, wie Cory Melkert und Iven Rösch. Es bleiben nominell nur noch Jesper Delfs und Dennis Overbeck übrig. Allerdings wird Ersterer nur „Teilzeit“ auf dem Eis stehen und bei Overbeck ist die Vertragsverlängerung noch immer nicht offiziell. Daher wird man sich in der Abwehr auf viele neue Namen einstellen müssen. Neuer Abwehrchef soll Vitalij Blank werden, der nach beruflicher Auszeit auf das Eis zurückkehrt. Mit Dominik Steck und vor allem dem japanischen Nationalspieler Denis Akimoto hat man gleich zwei gute Verteidiger geholt, die offensiv und defensiv weiterhelfen. Dazu hat auch Yannick Henry in der Vorbereitung gute Vorstellungen gezeigt. Aber vielleicht macht ja Tjalf Caesar noch einen weiteren Schritt, nachdem er im letzten Jahr viele gute Ansätze gezeigt hat. Kompettiert wird die Defensive mit dem 19-jährigen Joe Timm. Man hat quantitativ und mit Sicherheit auch qualitativ aufgerüstet, auch wenn „Klupper“ nicht zu ersetzen ist. Aber die Last wird auf mehrere Schultern verteilt. Es bleiben aber Fragezeichen: wie fit ist Blank? Und wer soll die Abwehr führen, wenn der 34-jährige nicht mehr dabei ist. Und auch in der Vorbereitung zeigte sich die Defensive noch nicht immer sattelfest.

HLS-Bewertung: zwei Sterne

Offensive
Was sich 2014/15 andeutete, setzte sich 2015/16 fort: die Beach Boys haben ein Torjägerproblem. Lediglich Jared Wynia erzielte 20 Tore und dieser ist nicht mehr dabei. Ebenso wie Pierre Kracht. Dazu steht Rino Schroeder endgültig nicht mehr im Kader und Thorben Saggau wird aus beruflichen Gründen wohl nur zum Einsatz kommen, wenn kadertechnisch nichts mehr geht. Auch Moritz Meyer tritt kürzer, so dass die beiden besten Bullyspieler der Beach Boys wohl nur selten auf dem Eis stehen werden. Dass Patrick Saggau nun alleine da steht, kann man aber nicht behaupten. Zum Einen scheint Kenneth Schnabel seine Form über den Sommer konserviert zu haben, zum Anderen deuteten der DEL2-erfahrene Tim May und der junge Gianluca Balla, dass sie echte Verstärkungen sind. Auch Tristan Möbius deutete sein Potential an. Von der reinen Qualität sind auch Matthias Oertel und Max Grassi sehr gute Spieler, zeigten dies in der Vorbereitung aber nur bedingt. Zu den Neuzugängen gesellen sich bekannte Gesichter wie Jason Horst, Marco Meyer und Tauno Zobel. Ein Gewinner der Vorbereitung dürfte übrigens Viktor Engert sein, welcher zeigte, dass er die schwere Verletzung der letzten Saison hinter sich gelassen hat. Es ist auf jeden Fall soviel Breite da, dass die Beach Boys beständig mit drei Reihen spielen können. Aber es bleiben natürlich auch in der Offensive, viel Fragezeichen: was machen die Timmendorfer, wenn Schlüsselspieler ausfallen? Und die wichtigste Frage: wer soll denn die Tore machen? Denn die Vorbereitung zeigte nicht unbedingt, dass es schon einen neuen Torjäger in Timmendorf gibt.

HLS-Bewertung: drei Sterne

Der Trainer
Der vierte Trainer in drei Saisons versucht sich nun in Timmendorf. Nach Henry Thom, Martin Williams und Andris Bartkevics ist seit dem Sommer Dave Rich der neue starke Mann an der Bande. Und dieser bringt nicht nur viel Erfahrung aus der Oberliga und zuletzt als Jugend-Koordinator in Hamburg mit. Rich weiß auch, wie man mit wenig Geld viel auf die Beine stellt, wie er in Sonthofen bewies. Und seine Mannschaft zeigt schon ein erste Handschrift, vor allem die Leidenschaft des Coaches hat sich schon auf das Team übertragen.

HLS-Bewertung: vier Sterne

Zusammenfassung: 12 von 20 HL-SPORTS-Sternen
Ja, liebe Lübeck-fremden Leser, mit Sicherheit bekommen die Beach Boys hier einen oder zwei Bonuspunkte. Das darf uns auch mal erlaubt sein. Aber letztlich haben die Beach Boys eine gute Truppe zusammen, welche die Lücke nach oben etwas kleiner werden lässt. Und letztlich ist die Oberliga im Mittelfeld enorm eng zusammen gerückt. Abgesehen von vier, vielleicht fünf Mannschaften und einem Team unten ist die Liga ungemein eng zusammen. Und da können Tagesform, Verletzungen, Sperren, Strafzeiten und viele andere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Beach Boys ein Kandidat für die ersten Acht sind. Aber die Pre-Playoffs sind ebenso drin wie die Abstiegsrunde. Und das gilt für die halbe Liga! Und da können auch die Timmendorfer positiv überraschen.

Neuzugänge
Name alter Verein
Matthias Oertel Hamburger SV
Gianluca Balla Hamburger SV
Joe Timm Hamburger SV
Dominic Steck Hamburger SV
Max Grassi ohne Verein
Vitalij Blank Auszeit
Tristan Möbius HSV Young Freezers
Leon Hungerecker HSV Young Freezers
Denis Akimoto Nippon Paper Cranes
Tim May Rote Teufel Bad Nauheim
Yannick Henry EHC Freiburg

Abgänge
Name Neuer Verein
Kevin Beech Icefighters Leipzig
Marcus Klupp Karriereende
Pierre Kracht Crocodiles Hamburg
Robert Busche Hamburger SV
Jared Wynia Unbekannt
Cory Melkert Unbekannt
Martin Williams Unbekannt
Iven Rösch Baden Rhinos Hügelsheim
Jan Niklas Gebert Unbekannt
Christian Herrmann Karriereende
Thorben Saggau berufliche Auszeit
Rino Schroeder Karriereende

Testspiele
Gegner Ergebnis/Anstoß
Rostock Piranhas 2:5
Rostock Piranhas 3:5
Crocodiles Hamburg 1:6
Crocodiles Hamburg 4:6

Alle Vorschauen und das getippte Ranking
1. Füchse Duisburg 20 Punkte
2. Tilburg Trappers 18 Punkte
2. Saale Bulls Halle 18 Punkte
4. Herner EV 17 Punkte
5. Hannover Indians 16 Punkte
6. Moskitos Essen 15 Punkte
7. Wedemark Scorpions 14 Punkte
8. Crocodiles Hamburg 13 Punkte
9. Icefighters Leipzig 12 Punkte
10. ECC Preussen Berlin 12 Punkte
11. EHC Timmendorfer Strand 12 Punkte
12. Harzer Falken 12 Punkte
13. Rostock Piranhas 11 Punkte
14. Black Dragons Erfurt 11 Punkte
15. Hannover Scorpions 10 Punkte
16. FASS Berlin 8 Punkte
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